Die Demokratie als Staats- und Regierungsform steht unter Druck. Die illiberale Demokratie findet ihre Beispiele heute weltweit in zahlreichen Ländern. Die Mechanismen und Argumentationsmuster zu ihrer Durchsetzung, eingesetzt zumeist von populistischen Kräften, sind auffällig ähnlich. Das Starke gegen das Schwache. Die Durchsetzung des vermeintlichen Volkswillens durch die heroische Figur des Lenkers, Entscheiders, Führers. Demokratie im eigentlichen Sinn ist schwach, Weiberkram.
Basierend auf dem gleichnamigen Aufsatz der deutschen Staatsrechtlerin Gertrude Lübbe-Wolff produzierte Trifoliata unter Regie von Nadja Kayali die Hörspielminiatur "Demokratie als Weiberkram" für den Grundrechtstag 2019 in Salzburg, 19.-20. September. Das Hörspiel greift den gleichnamigen Aufsatz der deutschen Rechtswissenschaftlerin und ehemaligen Richterin des Bundesverfassungsgerichts (2002-2014), Gertrude Lübbe-Wolff, auf mit dem Ziel, Herabwürdigungsmechanismen des populistischen Diskurses auf den Punkt zu bringen: das Männliche gegen das Weibliche. Mit der Gegenüberstellung von Zitaten und Aussagen aus der Historie und der Gegenwart wird aber auch klar: Keine Institution wie die Demokratie und der Rechtsstaat, seien sie noch so gefestigt, sind davor gefeit, ausgehöhlt zu werden. Denn Geschichte hat keine natürliche Entwicklungsrichtung hin zum Positiven. Sie ist das Ergebnis der Aushandlung von Interessen. Aufmerksamkeit ist geboten, vor allem gegenüber jenen, die das Totalitäre in der Maske der Demokraten verkaufen.